FBÖ, GAM und ZdE vereinbaren Kooperations- und Projektbündnis

Kritische Islamkonferenz für 2013 in Wien geplant

 

Am 11. und 13. April trafen sich in Wien Vertreter des Freidenkerbundes Österreich (Edith Bettinger, Anna Erika Paseka, Gerhard Engelmayer,  Ronald Bilik) mit Mitgliedern der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (Ted Gretsch, Ryszard Kotonski, Hartmut Krauss, Karin Vogelpohl) zu einem intensiven und zielführenden Gedankenaustausch. An der ersten Gesprächsrunde waren auch Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland), Cahit Kaya (Zentralrat der Ex-Muslime in Österreich) und Erwin Peterseil, linker religionskritischer Blogger aus Linz (atheisten.info), beteiligt.

 

Im Rahmen der sehr intensiven und dichten Gespräche, die von einer Atmosphäre inhaltlich begründeter Solidarität geprägt waren, war man sich schnell einig, dass der von den herrschenden Instanzen zum Teil geförderte und überwiegend bagatellisierte Vormarsch orthodoxer und radikalislamischer Kräfte in Deutschland und Österreich auf noch zu geringe Gegenwehr auch und insbesondere aus dem Lager der säkular-demokratischen Kräfte stößt. Gerade die Religionsfreien als Kerngruppe der koranisch stigmatisierten „Ungläubigen“ hätten allen Grund, sich auf dem Gebiet der Islamkritik stärker zu engagieren. Erforderlich sei eine konstante, wissenschaftlich fundierte und mehrschichtige Praxis bezüglich der gesellschaftspolitisch bedeutsamer gewordenen Islamthematik, die über punktuelle PR-Kampagnen deutlich hinausgehen müsse.

 

Im Endeffekt einigten sich die Beteiligten auf die Bildung einer Kooperationsplattform, deren Grundsatzerklärung in den nächsten Wochen veröffentlicht wird.

 

Als wesentliches Zielprojekt wurde die Durchführung einer neuen Kritischen Islamkonferenz in Wien im Herbst 2013 ins Auge gefasst. Im Vorfeld dieser Veranstaltung soll bereits im Frühjahr eine Konferenz zum Thema „Das hat doch alles nichts mit dem Islam zu tun!? Zwangsverheiratung, Ehrenmorde, Integrationsprobleme. Zur Kritik öffentlicher Verharmlosungsdiskurse“ durchgeführt werden.

 

Eine weitere, noch nicht genauer terminierte Tagung ist zum Thema „Säkulare vs. religiöse Ethik. Grundlagen eines wissenschaftlich-humanistischen Weltbildes“ geplant.

 

Noch ergebnisoffen wurde über die Vorschläge eines gemeinsamen Newsletters und/oder der Einrichtung eines eigenen islamkritisch-humanistischen Informationsdienstes diskutiert.

 

Übereinstimmung herrschte auch dahingehend, dass destruktive Grabenkämpfe bis hin zu abwegigen und revanchistischen Verleumdungskampagnen innerhalb des säkularen Lagers beendet werden müssten und ein breites Bündnis aller fortschrittlich-menschenrechtlich orientierten  Personen und Organisationen anzustreben sei.

 

K.V.

 

 


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